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Angehörigenbetreuung und Beruf - Wie Unternehmen den Kulturwandel angehen

Die Betreuung von Familienmitgliedern und das berufliche Engagement sind für Erwerbstätige schwierig zu vereinbaren. Die Arbeitnehmenden sind auf die Unterstützung ihrer Arbeitgebenden angewiesen, wenn sie Angehörige betreuen wollen oder müssen. Noch ist die Angehörigenbetreuung in den Unternehmen aber wenig präsent. In ihrem aktuellen Infoletter zeigt die Familienfreundliche Wirtschaftsregion Basel mit praktischen Tipps und Beispielen, wie Unternehmen die Herausforderung offen angehen und gleichzeitig vom Kulturwandel profitieren.

Downloads:

Infoletter Familienfreundliche Wirtschaftsregion Basel 2019

Lesen Sie hier, wie die Web- und App-Agentur Liip die Arbeitsbedingungen familienfreundlich gestaltet.

Erfahren Sie hier, welche Schlüsse das KZU Kompetenzzentrum Pflege und Gesundheit aus der Mitarbeitendenumfrage zur Angehörigenbetreuung zieht.

Vereinbarkeit von Pflegeberuf und Familie ermöglichen

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Veranstaltungsrückblick 2. Durchführung

Wie lässt sich in einer von langen Arbeitstagen und -nächten, unregelmässigen Einsätzen und Pikettdienst geprägten Branche Personal gewinnen? Wie lassen sich die Arbeitsbedingungen so gestalten, dass sich Arbeit und Familie auch unter erschwerten Bedingungen unter einen Hut bringen lassen? An der Veranstaltung der Familienfreundlichen Wirtschaftsregion Basel, Curaviva Baselland und Curaviva Basel-Stadt am 15. Oktober 2019 im Adullam Pflegezentrum Basel gaben Fachpersonen aus Pflege- und Altersinstitutionen Einblick in ihren Alltag. Die Veranstaltung, die bereits im Februar angeboten wurde, war auch diesmal ausgebucht.

Jennifer Kiener (Pflegezentrum Brunnmatt), André Müller (KZU Kompetenzzentrum Pflege und Gesundheit), Verena Rey (pflegimuri) und Thomas Rohrer (Alterszentrum am Buechberg) erläuterten im Rahmen eines World Cafés, mit welchen Massnahmen ihre Betriebe die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern und damit dem Fachkräftemangel entgegen wirken. Diese Praxisinputs und die angeregten Diskussionen haben gezeigt: Die Massnahmen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in den vier Betrieben sind vielfältig: Flexible Arbeitszeiten, Jobsharing auf allen Hierarchiestufen, Weiterbildungsangebote und Teamentwicklung, Unterstützung für Wiedereinsteigerinnen, Mutter- und Vaterschaftsurlaub über das gesetzliche Minimum hinaus, Angebote für die Kinderbetreuung sowie eine Lohnpolitik, die Frauen und Männer gleich behandelt sowie Mutterschaft und Erziehungsjahre anerkennt.

Die Veranstaltung wurde von Fabian Leuthold, Projektleiter der Fachstelle UND, moderiert. Ein Apéro bot im Anschluss die Möglichkeit für weiteren Erfahrungsaustausch.

Download: Veranstaltungsbericht der Basler Zeitung

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Foto: František Matouš
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Vereinbarkeit von Pflegeberuf und Familie ermöglichen

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Veranstaltungsrückblick 1. Durchführung

In Kooperation mit Curaviva Basel-Stadt und Curaviva Baselland führte die Familienfreundliche Wirtschaftsregion Basel am 27. Februar 2019 eine Veranstaltung zum Thema Fachkräftemangel und familienfreundliche Arbeitsbedingungen in der stationären Langzeitpflege durch.

Im Rahmen eines World Cafés zeigten Maria Sonderegger, Leiterin Pflegedienst und stv. Geschäftsführerin des Pflegezentrum Brunnmatt, Thomas Rohrer, Geschäftsleiter des Alterszentrum am Buechberg, und André Müller, CEO des KZU Kompetenzzentrum Pflege und Gesundheit, auf, mit welchen Massnahmen ihre Betriebe die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern und damit dem Fachkräftemangel entgegen wirken. Denn ein Grund dafür, dass überdurchschnittlich viele Fachpersonen frühzeitig aus der Branche aussteigen, sind die Arbeitsbedingungen. Wer Pflegeberuf und Familie unter einen Hut bringen will, steht vor grossen Herausforderungen: unregelmässige Arbeitszeiten, Nachtdienst und Pikett machen die stationäre Langzeitpflege für Frauen und Männer mit familiären Verpflichtungen nicht besonders attraktiv.

Der Austausch der rund 50 teilnehmenden Heimleitenden, Pflegedienstleitenden, HR-Fachpersonen und interessierten Mitarbeitenden von Alters- und Pflegeinstitutionen in der Aula des Bethesda Spital Basel machte deutlich, dass Familienfreundlichkeit ein echter Gewinn für alle sein kann: Während die Mitarbeitenden dank Massnahmen wie flexiblen Arbeitszeiten und Dienstplänen, Jobsharing oder internen Kindertagesstätten familiäre Aufgaben besser mit ihren beruflichen Verpflichtungen vereinbaren können, profitieren die Unternehmen von motivierten Mitarbeitenden und deutlich sinkender Personalfluktuation. Die Investition in familienfreundliche Arbeitsbedingungen lohnt sich aber nicht nur deshalb, sondern ist auch ein wertvoller Wettbewerbsvorteil für die Gewinnung von kompetentem Fachpersonal. Wichtig für die erfolgreiche Umsetzung von Massnahmen ist, dass die familienfreundliche Kultur von Mitarbeitenden und Vorgesetzten getragen wird und beiderseits eine gewisse Offenheit und Flexibilität vorhanden ist.

Im Anschluss an die Veranstaltung bot ein Apéro Gelegenheit zum weiteren Erfahrungsaustausch und zur Vernetzung. Moderiert wurde der Anlass von Fabian Leuthold, Projektleiter der Fachstelle UND, die sich für eine familienfreundliche und soziale Unternehmenskultur einsetzt.

Download: Fachartikel zur Veranstaltung

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Betreuung von betagten Menschen: eine Herausforderung für Erwerbstätige?

Veranstaltungsrückblick

Der regionale Think Tank metrobasel stellte am 5. November 2018 im Universitätsspital Basel seine aktuelle Studie «Aging – Betreuung» zur Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Betagtenbetreuung vor. Rund 80 Interessierte fanden sich im kleinen Hörsaal des Zentrums für Lehre und Forschung ein.

Nachdem Prof. Dr. Pasqualina Perrig-Chiello in ihrem Einführungsreferat auf den demografischen Wandel und dessen Einfluss auf Betreuungsarbeit einging, präsentierte Regula Ruetz, Direktorin von metrobasel, die zentralsten Ergebnisse und Handelsempfehlungen der Studie. Vertreterinnen und Vertreter aus Forschung, Medizin und Verwaltung nahmen anschliessend Stellung zu den Resultaten. Es diskutierten: Dr. Lukas Engelberger (Regierungsrat und Vorsteher des Gesundheitsdepartements BS), Gabriele Marty (Leiterin Abteilung Alter der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Baselland), Prof. Dr. Pasqualina Perrig-Chiello (Universität Bern), Leila Straumann (Leiterin Abteilung Gleichstellung von Frauen und Männern des Kantons Basel-Stadt), Prof. Dr. med. Reto W. Kressig (Klinische Professur für Geriatrie an der Universität Basel) und Prof. Dr. Jonathan Bennett (Berner Fachhochschule). Moderiert wurde das Gespräch von Raymond Dettwiler (Dozent für Marketing an der Hochschule für Wirtschaft FHNW).

Ein anschliessender Apéro bot die Gelegenheit zum weiteren Austausch.

Die Veranstaltung wurde von metrobasel in Kooperation mit der Familienfreundlichen Wirtschaftsregion Basel durchgeführt.

Download: metrobasel-Studie «Aging – Betreuung»