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Zur Studie...
Familienfreundliche Unternehmenspolitik zahlt sich auch finanziell aus. Zu diesem Schluss kam 2005 die vom der Fachstelle für Gleichstellung von Frauen und Männern Basel-Stadt initiierte Studie zu den wirtschaftlichen Effekten vereinbarkeitsfördernder Massnahmen für Unternehmen. Die auf eidgenössischer und regionaler Ebene durchgeführte Kosten-Nutzen-Analyse berechnete einen Return on Investment von 8 Prozent für eine Firma mit einer familienfreundlichen Unternehmenspolitik. Insbesondere bei den Personalgewinnungskosten können Firmen viel Geld sparen. Die Einsparungen übersteigen den Aufwand für familiengerechte Massnahmen wie flexible Arbeitszeitmodelle, Elternurlaub, Beratungsangebote, Telearbeit und betrieblich unterstützte Kinderbetreuung bei weitem.

Zu konkreten Massnahmen...
Dieses Erfolg versprechende Resultat war gleichzeitig der Anstoss für das Programm Familienfreundliche Wirtschaftsregion Basel. Ziel des Programms ist die Förderung familienfreundlicher Arbeitsbedingungen und die Positionierung Basels als familienfreundliche Wirtschaftsregion. Dies soll mittels breiter Vernetzung der Akteure und Akteurinnen aus Privatwirtschaft und Staat sowie konkreter Projekte geschehen.
Um die Ergebnisse der Studie zu verankern und Unternehmen für das Thema zu gewinnen, wurde Ende 2006 der «Round Table Familienfreundliche Wirtschaftsregion Basel» ins Leben gerufen. Er besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der regionalen Wirtschaftsverbände, Unternehmen und Verwaltungsstellen und wird von namhaften Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik unterstützt. Letztere wirken als Promotorinnen und Promotoren nach aussen und fördern die Umsetzung familienfreundlicher Massnahmen im eigenen Betrieb.
Die grosse Beteiligung der Firmen in unserer Region ist viel versprechend. Auf den Loorbeeren ausruhen können wir uns aber noch nicht. Für dauerhafte Veränderungen braucht es das kontinuierliche Engagement des Kantons und der Wirtschaft.
 

«Die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Familienarbeit ist ein zentraler Bereich der Gleichstellungspolitik. Es gilt, Voraussetzungen zu schaffen, damit sich Frauen und Männer sowohl im Beruf wie auch in der Familienarbeit partnerschaftlich engagieren können.»

Leila Straumann,
Leiterin Fachstelle für Gleichstellung von Frauen und Männern Basel-Stadt